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1. Berufsfeuerwehr-Erlebnistag
und Jugendflamme Stufe 2
in Blekendorf
Für das Wochenende vom 01.10. bis 02.10.05 hatten sich unsere Betreuer etwas besonderes für uns ausgedacht.Wir sollten einen Einblick in den Alltag einer Berufsfeuerwehr bekommen und die Jugendflamme Stufe 2 sollte uns abgenommen werden.Am Samstag, den 01.10.05 um 13.00 Uhr begann unsere Schicht im Feuerwehrhaus in Blekendorf und erst 24 Stunden später sollte wieder Dienstschluss sein.Unsere erste Aufgabe bestand darin, die Schlafplätze für die Nacht herzurichten. Hierfür wurde unser Jugendraum bereits von unseren Betreuern ausgeräumt, so dass wir nur noch unsere Betten bauen mussten. Anschließend bekamen wir eine Einweisung in den Ablauf der nächsten Stunden, es wurden die Fahrzeugbesatzungen eingeteilt, (1. Einsatzgruppe: LF 8; 2. E.-gruppe TLF 8 und MZF) die Alarmsirene wurde vorgestellt und einige andere organisatorische Dinge wurden besprochen. Nach dieser Dienstbesprechung ging es auch schon richtig los, es wurde der erste Alarm gegeben. Wir besetzten die Fahrzeuge, fuhren aus der Halle und meldeten uns auf Funk. Für den Funkverkehr nutzten wir die 2 m Handgeräte. Unser Jugendwart stellte hierbei die Leitstelle dar. Als Einsatz wurde uns ein Brand an der Grundschule Blekendorf gegeben. Bei Ankunft stellten wir einen Kleinbrand fest, welcher allein durch die 2. Gruppe bekämpft werden konnte. Die 1. Gruppe rückte also wieder ein.Als alle wieder im Feuerwehrhaus angekommen waren, begannen wir mit der Vorbereitung auf die Abnahme zur Jugendflamme Stufe 2 (für die Masse) und Stufe 1 (für 2 Kameraden). Um 15.00 Uhr waren Manfred und Swantje da und es sollte losgehen. Doch gerade jetzt war auch die Presse angekommen und die hatte natürlich Vorrang. Wir wurden viel gefragt und fotografiert. Nun sollte die Abnahme aber endlich starten. Als erstes stand Gerätekunde auf dem Plan, dann Fahrzeugabsicherung, dann B-Schläuche mittels Kupplungsschlüssel kuppeln, anschließend einen Wasserwerfer bauen und zu guter letzt eine Aufgabe aus dem Bereich Spiel und Spaß. Während diese Aufgaben von Manfred abgenommen wurden, nahm unser JFW die Stufe 1 ab. Auch während der Abnahme kam es zu einer Überraschung: Der Inhaber vom Restaurant „Zum alten Packhus“ aus Sehlendorf besuchte uns und übergab uns neue einheitliche Pullover. Und wie der Zufall es so wollte, als wir gerade alle fertig waren, ging wieder der Alarm los.Diesmal meldete ein Landwirt Brandgeruch in einer seiner Scheunen. Nach intensiver Nachschau konnten wir allerdings nichts feststellen. Das war auch gut so, denn erstens hatte der Landwirt einen Kasten Cola bereitgestellt und zweitens wartete ja auch das Abendessen auf uns. Nach dem Essen dann der spannende Moment, hatten alle die Jugendflamme geschafft? Manfred sorgte für Erleichterung als er bekannt gab, alle haben die Prüfungen bestanden. Die Abzeichen wurden uns angesteckt, ein paar Worte von Manfred, Timm und den anwesenden Wehrführern unserer Gemeinde gesprochen und wir freuten uns auf einen gemütlichen DVD-Abend.
Aber es kam wie es kommen musste, die Gäste waren gegangen, der Film gerade angelaufen, da ging ein Telefonnotruf ein.Wir mussten also wieder ausrücken, diesmal zu einem Verkehrsunfall. Hier waren zwei Personen aus einem PKW zu retten. Aufgrund der Dunkelheit war auch der Einsatz von Beleuchtungsgerät notwendig.
Als wir nach einiger Zeit wieder eingerückt waren, konnten wir endlich den Filmabend genießen. Zu später Stunde gingen wir alle zu Bett, in der Hoffnung durchschlafen zu können.
Um 02.15 Uhr war dann allerdings Schluss mit schlafen, ein erneuter Alarm holte uns aus den Träumen. Am Einsatzort angekommen, mussten wir dann feststellen, dass es sich um böswilligen Alarm gehandelt hatte. Wir fuhren zurück und krabbelten wieder in die Betten.
Um 07.00 Uhr wurden wir erneut geweckt, diesmal war der Grund: Frühstück.
Nach Brötchen und Kakao dann wieder ein Alarm, Wohnhausbrand in Blekendorf. Dieser Einsatz hatte es in sich, wir hatten Atemschutzkräfte (natürlich nur mit Masken ohne PA ausgerüstet) im Einsatz, mussten einen Wasserwerfer bauen, ein Schaumrohr einsetzen und hatten auch noch einen in Ohnmacht gefallenen Kameraden. Trotz all dieser und anderer Einlagen konnten wir den Einsatz aber gut zu Ende bringen. Auch hier hatten die Besitzer anschließend ein kühles Getränk für uns vorbereitet.
Im Feuerwehrhaus angekommen ging es nun daran wieder klarschiff zu machen. Die Fahrzeuge mussten gewaschen werden, die Halle gewischt, unser Jugendraum eingerichtet, die Küche geputzt werden und auch alles andere sollte so aussehen wie wir es vorgefunden hatten. Nach den Aufräum- und Putzarbeiten gab es noch ein gemeinsames Mittagessen und eine Abschlussbesprechung. Um 13.00 Uhr endete unsere Schicht und alle fuhren gut gelaunt aber auch leicht geschafft nach Hause.
Es war ein rundum gelungenes Erlebnis für alle, inklusive der Betreuer.
Falkowski, OLM
(Jugendfeuerwehrwart)
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