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24 Stunden Berufsfeuerwehrtag
Das war er nun, der erste 24-Stunden-Berufsfeuerwehr der Jugendfeuerwehr Barmissen, Honigsee und Pohnsdorf. Am Freitag, den 28. September ab 17.00 Uhr fanden sich die Kameraden der drei Jugendfeuerwehren im Gerätehaus Honigsee, das für die nächsten Stunden die Leitstelle sein sollte, ein. Kaum hatten wir die Gruppen, Fahrzeug Besetzung und das Nachtlager eingerichtet, kam auch schon der erste Alarm. Ein vorbeifahrender Autofahrer meldete Rauch am Gebäude der Rönner Straße 18a. Ruck Zuck waren wir auf den Fahrzeugen und es ging zum Einsatz. Doch am Einsatzort angekommen mussten wir feststellen, dass es sich um einen Fehlalarm handelte, nachdem das Gelände mit vereinten Kräften abgesucht wurde. Wieder am Stützpunkt angekommen konnten wir uns voll auf das Abendessen stürzen, für alle Nudeln mit Hackfleischsoße. Gerade den ersten Bissen im Mund, klingelte schon wieder das Telefon, ein Klingelstreich, kurzer Adrenalinstoss, alle sprangen einmal auf, konnten dann doch in Ruhe zu Ende essen. Im Anschluss waren Gruppenspiele und Filme gucken angesagt. Doch Mitten im Film mussten wir raus zum PKW-Unfall nach Pohnsdorf. Am Gerätehaus wurde ein Zusammenstoß zweier Autos simuliert. Die Jugendlichen mussten die Unfallstelle absichern, die vermisten und eingeklemmten Personen suchen und betreuen, Erste Hilfe leisten und weitere Rettungsmaßnahmen einleiten. Ab 23.00 Uhr wurde dann die Nachtruhe eingeläutet. Am frühen Morgen führte uns der erste Einsatz nach Großbarkau Richtung Barmissen. Ein Trecker hat eine lange Ölspur verursacht. Die Ölspur (Wasser-Kakao-Gemisch) wurde mit Ölbindemittel (Sand) abgestreut, zwei Gullys mussten abgedichtet werden damit kein Öl eindringen konnte. Nach getaner Arbeit gab es Frühstück. Während sich die erste Gruppe auf die Jugendflamme Stufe 2 vorbereitet hat, mussten die anderen Kameraden nochmals ausrücken. Diesmal ging es zur Tierrettung in den Neuhauser Weg. Eine Katze hatte sich in der Nacht auf dem Garagendach der Familie Ritter verirrt und kam ohne Fremder Hilfe nicht mehr runter. Nachdem die Gäste sich auf dem Bolzplatz eingefunden hatten konnte die Jugendlichen endlich ihre Angriffsübung, für die Jugendflamme, startet. Diese Übung sollten sie zweimal machen, da mehr Mitglieder zur Abnahme antraten, als in eine Gruppe gehören. Zusätzlicher Schwierigkeitsgrad war der Aufbau einer provisorischen Wasserwand mittels B-Strahlrohr. Dann durften sie noch beweisen, dass sie die Feuerwehrknoten beherrschen und sich in Fahrzeug und Gerätekunde auskennen. Jeder holte mehrere Gegenstände vom Fahrzeug und sollte sie beschreiben. Die „Juri“ zog sich zur Beratung zurück. Doch bevor es zur Urkunden und Abzeichenvergabe ging, gab es erstmal wieder was zu Essen. Bockwürstchen mit verschiedenen Salaten und Fladenbrot. Endlich war es soweit. Alle Teilnehmer haben die Stufe II bestanden, auch die Teilnehmer der Stufe I haben ihre Urkunde bekommen. Ihr Wissen wurde ein paar Tage vorher von den Jugendwarten der Gemeinden abgenommen. Nach den Glückwunschreden vom Amtswehrführer, Gemeindewehrführer und Bürgermeister von Honigsee hatten wir noch ein bisschen Zeit zum verschnaufen bevor es zur großen Abschlussübung ging. Um 13.15 Uhr kam der Anruf bei der „Leitstelle Honigsee“ an: Starke Rauchentwicklung in der Scheune auf dem Hof von Hans Wrigge in Sieversdorf. Schnell waren die Fahrzeuge besetzt, was ja oft genug geübt wurde, so dass wir los fahren konnten. An der Einsatzstelle musste als erstes eine Wasserversorgung vom Hydranten aufgebaut werden, die andere Gruppe brachte die Tragkraftspritze am See in Stellung um von dort den zweiten Wasserweg herzustellen. Die dritte Gruppe baute derweil die Schläuche von den Verteilern zu den Strahlrohren auf. In kürzester Zeit kam aus allen Rohren Wasser. Der „Brand“ konnte so schnell unter Kontrolle gebracht und die umliegenden Reetdachhäuser geschützt werden. Nach einer halben Stunden war das Feuer bekämpft und es wurde „alle Rohre Wasser halt“ befohlen. Trotzdem kam immer noch Wasser, aber diesmal aus den Wolken. So schnell die Schläuche ausgelegt wurden, so schnell war auch alles wieder eingerollt. Aufgrund der nassen Kleidung haben wir den 24-Stunden-Tag etwas verkürzt und alle nach der Abschlussbesprechung nach Hause geschickt. Alles in Allem waren es gelungene 24 Stunden die allen viel Arbeit, aber auch viel Freude gemacht hat, wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame 24 Stundenübung.
Recht herzlichen Dank sagen möchten wir noch mal an die aktiven Kameraden die uns bei den Übungen tatkräftig unterstützt haben und an die Eltern die uns die leckeren Salate bereitgestellt haben und natürlich auch die Jugendlichen die gezeigt haben, das sie auch ohne große Hilfe der „Alten“ zurecht kommen.
Jugendwart Honigsee Jürgen Ohrt
Jugendwart Barmissen Mirco Sass
Jugendwart Pohnsdorf Jan Soetbeer
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